Feb 102015
 

Die Antispeziesistische Aktion Freiburg unterstützt folgenden Aufruf und ruft ebenfalls dazu auf sich an den Aktionen gegen die Eröffnung des neuen Gebäudes der Europäischen Zentralbank zu beteiligen.

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EZB-Eröffnung am 18. März 2015 stören – Gegen das Europa des Kapitals – Antiautoritären Widerstand stärken

Während der Glückspegel in Deutschland laut Umfragen des kapitalnahen „Instituts der deutschen Wirtschaft“ angeblich so hoch steht wie nie1, brennt es im Rest Europas an allen Ecken und Enden. Große Teile der europäischen Bevölkerung bekommen weiterhin die unsäglichen Lasten zu spüren, die durch die Weltwirtschaftskrise und die Krisenpolitik der Troika (bestehend aus der Europäischen Zentralbank, der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfond) und der nationalen Regierungen erzeugt wurden. Dies war der Preis dafür, dass sich die Finanzlage der europäischen Staaten und vor allem der südeuropäischen Krisenländer zumindest oberflächlich wieder beruhigt hat. Auch wenn es sich bei dieser Beruhigung nur um einen bloßen Schein handelt, wähnen sich die Krisenverwalter Europas auf dem richtigen Weg.

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 Posted by at 19:45
Apr 142014
 

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Am Morgen des 14.04.2014 ließ die Stadt Freiburg 11 Fahrzeuge der Wagengruppe Sand im Getriebe von einem Großaufgebot der Polizei räumen und beschlagnahmen. Seither sind über 15 Menschen obdachlos.

Die Wagengruppe Sand im Getriebe ist nun länger als zweieinhalb Jahren auf der Suche nach einem Platz. Einem Platz auf dem sie selbstverwaltet und solidarisch miteinander Leben kann. Einen Platz der einen unkommerziellen Treffpunkt bieten soll. Einen Platz auf dem ein sozialer und kultureller Austausch möglich ist.

Nachdem die Gruppe im letzten Sommer mit Hilfe einer konstruierten Lüge der Polizei von ihrem damaligen Standort vertrieben wurde, fand diese einen neuen Platz auf dem Parkplatz der Pädagogischen Hochschule. Dort war sie aber nur bis zum 31.März 2014 geduldet.

Nach dem 31. März ging es wieder an die Straßenkante. Dort wurden sie 2 Wochen dauerobserviert und unter Androhung von Räumung und Beschlagnahme durch die Stadt gehetzt.

Am Montag den 14.A pril machte die Stadt ernst und stahl Ihnen ihre Wagen und Hänger und hat so unsere Freund_Innen/Genoss_Innen/Kolleg@s obdachlos gemacht.

Seit Monaten versperren sich Stadt und Behörden einem Dialog mit der Wagengruppe obwohl diese mehrfach das Gespräch gesucht hatte. Stattdessen werden potentielle Stellflächen verbarrikadiert und unbefahrbar gemacht.

Wir, die Antispeziesistische Aktion Freiburg, verurteilen das Vorgehen von Stadt und Polizei aufs schärfste und rufen Alle zur Beteiligung an kommenden Aktionen auf. Zeigt euch solidarisch und werdet aktiv gegen die Vertreibungspolitik.

Lasst uns diesem ignoranten Verhalten der Stadt und der Ordnungsbehörden am Samstag dem 19.04.2014 um 16 h mit einer lautstarken, entschlossenen und kreativen Demonstration entgegentreten.

Ob zu Fuß oder auf Rädern – kommt nach Freiburg!

Für die sofortige Herausgabe der Wägen!

Für mindestens einen neuen Wagenplatz!

Lasst uns Sand im Getriebe der Stadt sein!

Samstag 19.04.14 – 16 h – Freiburg im Breisgau

weitere Infos:

sandimgetriebe.noblogs.org

lunte.indymedia.org/sig

 Posted by at 21:38
Dez 122013
 

Aufruf:

Breakthrough – Für eine Gesellschaft ohne Knäste!

 

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“Um einen Staat zu beurteilen, muss man seine Gefängnisse von innen sehen”, so zitiert die Website der JVA Freiburg den russischen Schriftsteller Leo Tolstoi und verklärt damit ihre tatsächliche Funktion. Die besteht vor allem darin, wie in ihrem Leitbild völlig richtig steht, “einen wesentlichen Beitrag zur inneren Sicherheit”1 zu leisten, also Stütze des demokratisch verfassten Staats des Kapitals zu sein. Auch der staatskritische und Zeit seines Lebens mit anarchistischen Ideen sympathisierenden Literat Tolstoi wusste wohl davon und schrieb 1901 in sein Tagebuch: “Wie viel Mühe kostet die Niederschlagung und Verhütung von Aufständen: Geheimpolizei, andere Polizei, Spitzel, Gefängnisse, Verbannungen, Militär! Und wie leicht sind die Ursachen für Aufstände zu beseitigen.”2

Die Ursache von Aufständen, seien es solche im großen (Revolten, Straßenschlachten, Plünderungen) oder solche im kleinen (Ladendiebstahl, Grafftis, Schwarzfahren, Drogenbesitz) liegt nicht etwa in der Bösartigkeit oder Verbrechenslust der ausführenden Menschen, sondern gründet in der fortwährenden Herrschaft von Staat, Nation und Kapital. Das allgemeine Bewusstsein über das Gefängnis geht fehl, wenn es darin nur Mordende und Vergewaltigende vermutet: Nach der polizeilichen Kriminalstatistik 2012 sind 0,1% der angezeigten Delikte in Deutschland Straftaten gegen das Leben (sprich Mord, Totschlag, Tötung) und 0,8% sind Sexualdelikte. Demgegenüber handelt es sich bei der großen Mehrheit mit rund 67% um Eigentumsdelikte (also Schwarzfahren, im Supermarkt klauen, Wirtschaftsbetrug).

Solche Fakten sind dem herzlich egal, der sich mit billigen Argumenten gegen eine Knastkritik für besonders klug hält.3 Denn da geht’s fast immer um die Mordende und Vergewaltigende, die man doch nicht frei herumlaufen lassen könne. Die Schicksale der anderen 99% werden leicht beiseite geschoben, stattdessen folgen die Menschen mit standardisierten Aussprüchen wie „Wenn das alle machen würden…“ und „Ich kann ja auch nicht einfach…“ ihrem Empfinden, das bürgerliche Recht und seine allgemeine Durchsetzung verteidigen zu wollen. Übersehen wird hierbei, was der französische Schriftsteller Anatole France schon 1894 festhielt: Dass es nämlich unter der majestätischen Gleichheit des Gesetzes sowohl Reichen wie Armen verboten ist, unter Brücken zu schlafen, auf den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen.

Diese formale Gleichheit vor dem Gesetze zementiert die materielle Ungleichheit der bürgerlichen, kapitalistischen Gesellschaft. Und so wie diese Gesellschaft aller Unkenrufe der universitären Wissenschaftsarbeiter*innen zum Trotz immer noch eine Klassengesellschaft ist, so ist auch die Justiz strukturell stets eine Klassenjustiz. Dies nicht etwa, weil der*die Richter*in korrupt wäre oder den Interessen der herrschenden Klasse willfährig folgen würde, sondern weil der bürgerliche Staat durch sein Gewaltmonopol das Recht auf Privateigentum (an Produktionsmitteln) festschreibt. Zwar sind damit Bourgeois (definiert über die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel) und Prolet (definiert als von den Produktionsmitteln getrennt und deshalb dazu gezwungen, seine Arbeitskraft zu verkaufen) vor dem Gesetz wirklich gleich. Real ist es aber doch so, dass nur der Prolet gezwungen ist, sogenannte Straftaten zu begehen, um seinen Lebensunterhalt zu sichern.

Einige Beispiele verdeutlichen dies gut: Friedliche Fabrikbesetzungen im Rahmen „wilder“ Streiks zur Durchsetzung von Lohnerhöhungen fallen etwa unter den Tatbestand der Nötigung, während der Einsatz von Polizeigewalt gegen solche Besetzungen legal ist. Einbruch, Diebstahl und andere Eigentumsdelikte müssen nur von denen begangen werden, die nicht die Ressourcen haben, andere für sich arbeiten lassen zu können. Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gilt für den ausgeraubten Unternehmer wie für seinen Angestellten – der Täter kann mit empfindlichen Strafen rechnen. Im Gegensatz dazu gilt jedoch die Zerstörung von Körper, Geist und Psyche der Angestellten in der kapitalistischen Fabrik jenes Unternehmers nicht als „Körperverletzung“ sondern geschieht völlig legal. Das Recht dient der Durchsetzung von Staatsinteressen gegen die Interessen der meisten Bürger*innen – es ist ein Mittel der Herrschaft.

Will man dieses Gesellschaftssystem praktisch abschaffen oder zumindest Schritte dahin unternehmen, schlägt der Staat als Garant der „öffentlichen“ Sicherheit mit aller Härte zurück. Unser Genosse Thomas Meyer-Falk überfiel 1996 eine Bank, um mit dem erbeuteten Geld linke Projekte zu unterstützen. Nach seiner Verhaftung begann seine Odyssee durch das süddeutsche Knastsystem. Zuerst in Isolationshaft in Stuttgart-Stammheim, dann in Isolationshaft im bayrischen Straubingen und weiter nach Bruchsal, wo er 2007 in den „Normalvollzug“ überstellt wurde. Seit Sommer diesen Jahres hat Thomas nun seine Haftstrafe abgesessen, der Staat nimmt ihn aber immer noch als Bedrohung wahr, da er sich weder dem Zwang zur „Therapie“ noch zur Arbeit beugen mag, gegenüber den Autoritäten kein Blatt vor den Mund nimmt und sich bis heute weigert, seinen politischen Ansichten abzuschwören. Thomas sitzt nun in der Sicherungsverwahrung in der JVA Freiburg (auf Grundlage eines Gesetzes, das 1933 von den Nationalsozialisten eingeführt wurde) und ihm sind Ausgang und Hafturlaub nur unter inakzeptablen Bedingungen erlaubt.4 Trotz seiner langen, kräftezehrenden Haftzeit schreibt Thomas weiter auf seinem Blog gegen die Haftbedingungen in deutschen Knästen und gegen diese Knastgesellschaft an.

Wir sagen es frei heraus: Als Anarchist*innen und Kommunist*innen wollen wir eine Gesellschaft ohne Gefängnisse oder andere einsperrende Institutionen. Wir fordern keine besseren Haftbedingungen! Eine Gesellschaft, die darauf angewiesen ist Menschen hinter Gittern verrotten zu lassen, lässt sich nicht reformieren, sondern nur abschaffen! Deshalb rufen wir für den 31. Dezember zu einer Demonstration gegen diese Knastgesellschaft auf. Zeigen wir unsere Solidarität mit den Inhaftierten und lassen wir sie wissen, dass es außerhalb der Mauern Menschen gibt, die sie als Gefangene der Gesellschaft und nicht als das Übel derselbigen ansehen.

Freiheit für Thomas und alle anderen politischen und sozialen Gefangenen!
Für eine Gesellschaft ohne Knäste! Für den Kommunismus, für die Anarchie!

1 Leitbild JVA Freiburg
2 Tolstoi, Tagebücher 1901
3 “Ja nee, is klar! Gesellschaft ohne Knäste. Und was passiert mit einem Mörder oder Vergewaltiger? Der soll einfach frei herumlaufen bis er sich das nächste Opfer sucht?” (beliebiger Kommentar)
4 http://freedomforthomas.wordpress.com/2013/11/19/freiburgs-knast-vor-gericht/

Hier findet ihr den kompletten Überblicksartikel mit den Veranstaltungen im Vorfeld…

 Posted by at 15:30
Jun 182013
 

Die Antispe Freiburg geht für unbestimmte Zeit in die Sommerpause…

Aber seid nicht traurig, denn demnächst wird es hier eine Auflistung geben, wo und wie ihr im Sommer für die Befreiung für Mensch, Tier und Umwelt einsetzen könnt.

Wir sehen uns irgendwann wieder. Auf den Straßen, auf den Plätzen, in den Häusern, in den Köpfen.

Nieder mit Herrschaft! Freiheit für Alle!

 Posted by at 16:43
Apr 202013
 

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Wir unterstützen den folgenden Aufruf zur 1.Mai-Demonstration in Freiburg und laden Alle zu einem Tierbefreiungs-”Block” auf der libertären Demonstration auf. Denn Befreiung sollte nicht beim Menschen enden!

Nie­der mit der Ar­beit. Gegen Staat, Na­ti­on und Ka­pi­tal

Am 1. Mai 1886 streik­ten meh­re­re hun­dert­tau­send Ar­bei­ter_in­nen in den USA. Al­lein in Chi­cago gin­gen rund 80.​000 Men­schen für die For­de­rung nach dem Acht­stun­den­tag auf die Stra­ße. Es kam zu Aus­ein­an­der­set­zungen zwi­schen Strei­kenden und Streik­bre­cher_innen. Bei dem an­schlie­ßenden Po­li­zei­ein­satz wur­den meh­rere Ar­beiter_innen ge­tötet und un­zäh­lige ver­letzt. Seit­dem ist der 1. Mai welt­weit zum Kampf­tag gegen Aus­beu­tung, Un­ter­drü­ckung und Ent­rech­tung ge­wor­den.

Wir, au­to­no­me und links­ra­di­ka­le Grup­pen sowie Ein­zel­per­so­nen, rufen erst­mals wie­der zu einer li­ber­tä­ren De­mons­tra­ti­on für eine herr­schafts­freie Ge­sell­schaft am 1. Mai in Frei­burg auf.

Von der ka­pi­ta­lis­ti­schen Krise…

Die Wirt­schafts­kri­se geht nun­mehr in ihr fünf­tes Jahr. Es ist un­be­strit­ten eine der schwers­ten Welt­wirt­schafts­kri­sen seit 1929 und ein mög­li­ches Ende scheint nicht in Sicht. Von der Fi­nanz­kri­se, über die Welt­wirt­schafts­kri­se nun zur Staats­schul­den­kri­se.

Zwar konn­ten durch den Ein­satz rie­si­ger Geld­men­gen die be­trof­fe­nen Ban­ken und Un­ter­neh­men vor ihrem un­mit­tel­ba­ren wirt­schaft­li­chen Zu­sam­men­bruch ge­ret­tet und damit auch der Zu­sam­men­bruch des ka­pi­ta­lis­ti­schen Welt­sys­tems ver­hin­dert wer­den, ei­gent­lich wurde sich damit aber nur Zeit er­kauft.

Immer mehr Na­tio­nal­öko­no­mi­en ge­rie­ten in der Folge von Kon­junk­tur­pro­gram­men, Ban­ken-​ und Fir­men­ret­tun­gen sowie der an­hal­ten­den Welt­wirt­schafts­kri­se in fi­nan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten. Dies be­trifft haupt­säch­lich Län­der der Pe­ri­phe­rie, in Eu­ro­pa z.B. Grie­chen­land, Por­tu­gal, Ir­land, Spa­ni­en, Zy­pern oder Ita­li­en, aber auch “füh­ren­de Wirt­schafts­mäch­te”, wie die USA oder Japan. Diese sind völ­lig über­schul­det und ste­hen vor einem dro­hen­den Staats­bank­rott.

Die Troi­ka aus Eu­ro­päi­scher Kom­mis­si­on, IWF und EZB ver­ord­net die­sen Län­dern nun einen schein­bar al­ter­na­tiv­lo­sen Spar­kurs. Die Folge sind mas­si­ve Ein­schnit­te in Ge­sund­heits-​ und So­zi­al­sys­te­me, die die Men­schen in die­sen Län­dern häu­fig an den Rand ihrer Exis­tenz drän­gen. Auf der einen Seite gibt es dort lin­ken Wi­der­stand in Form von Streiks und Mas­sen­pro­tes­ten gegen das EU-​Kri­sen­re­gime, an­de­rer­seits ge­win­nen auch die Neo­fa­schis­t_in­nen und an­de­re au­to­ri­tä­re Kräf­te an Boden. Na­tio­na­lis­mus, Ras­sis­mus, An­ti­zi­ga­nis­mus und An­ti­se­mi­tis­mus ge­win­nen als ein­fa­che Er­klä­run­gen an At­trak­ti­vi­tät und wer­den für die Be­trof­fe­nen zur töd­li­chen Ge­fahr.

Durch die sich ver­schär­fen­de Krise und die sich vor­al­lem im glo­ba­len Süden zu­spit­zen­den Kon­flik­te flüch­ten immer mehr Men­schen in den ver­meint­lich si­che­ren glo­ba­len Nor­den. Dort tref­fen sie auf eine mit Sta­chel­draht und Mau­ern be­wehr­te Fes­tung Eu­ro­pa bzw. Nord­ame­ri­ka. Und falls sie es schaf­fen, die Ein­rei­se er­folg­reich zu über­ste­hen, wer­den sie von den lo­ka­len Ras­sis­t_in­nen und Na­tio­na­lis­t_in­nen an Stamm-​ oder Schreib­ti­schen an­ge­fein­det, ver­folgt, ein­ge­sperrt oder er­mor­det.

Im Ex­port­welt­meis­ter-​ und Kri­sen­ge­win­ner­land Deutsch­land herrscht bis auf ei­ni­ge we­ni­ge Aus­nah­men (z.B. “M31” oder “Block­u­py”) To­ten­stil­le. Die ag­gres­si­ve Kri­sen­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung ruht immer noch auf einer so­li­den Basis aus Ge­werk­schaf­ten, die sich dem Stand­ort Deutsch­land so­zi­al­part­ner­schaft­lich ver­pflich­tet füh­len, einer Op­po­si­ti­on, die sich zwar um den „deut­schen Steu­er­zah­ler“ sorgt, von in­ter­na­tio­na­ler So­li­da­ri­tät aber noch nichts ge­hört hat, sowie na­tio­na­lis­ti­schen Res­sen­ti­ments in wei­ten Krei­sen der Be­völ­ke­rung.

…und dem Wi­der­stand

Wir wol­len mit der li­ber­tä­ren 1. Mai-​De­mons­tra­ti­on zu­min­dest kurz­fris­tig ver­su­chen, ge­mein­sam diese Stil­le zu stö­ren und die ver­schie­de­nen Kämp­fe, die wir füh­ren, sei es gegen Nazis und an­de­re Ras­sis­t_in­nen, gegen die au­to­ri­tä­re Kri­sen­po­li­tik, gegen ka­pi­ta­lis­ti­sche Stadt­um­struk­tu­rie­rung, gegen das Pa­tri­ar­chat und die He­te­ro­nor­ma­ti­vi­tät, für mehr au­to­no­me Räume oder für freie Bil­dung, sicht­bar ma­chen. Was uns eint ist die Ab­leh­nung des Ka­pi­ta­lis­mus, des Staa­tes und der Na­ti­on. Wir tre­ten alle auf un­se­re je ei­ge­ne Art für die Ab­schaf­fung jeg­li­cher Herr­schaft von Men­schen über Men­schen ein. Wir wol­len eine so­li­da­ri­sche, eman­zi­pa­to­ri­sche Ge­sell­schaft er­rei­chen, die keine Form von Dis­kri­mi­nie­rung, Aus­beu­tung und Un­ter­drü­ckung mehr kennt.

Wir for­dern weder „gute Ar­beit, si­che­re Rente“, noch ein „so­zia­les Eu­ro­pa“ (Motto des DGB zum 1. Mai 2013). Wir wol­len das schö­ne Leben für alle, na­tür­lich mit mög­lichst wenig Ar­beit für alle.

Der Ka­pi­ta­lis­mus mag zwar un­über­wind­lich – fast schon wie eine na­tur­ge­ge­be­ne Ord­nung – er­schei­nen, doch er ist es nur, weil eine an­de­re Or­ga­ni­sa­ti­on des Zu­sam­men­le­bens nicht mehr vor­stell­bar er­scheint. Er re­pro­du­ziert sich durch das Den­ken und Han­deln der Men­schen und kann des­halb durch diese auch wie­der ab­ge­schafft wer­den.

Ver­su­chen wir ge­mein­sam einen ers­ten Schritt hin zur Ab­schaf­fung des Ka­pi­ta­lis­mus. Am 1. Mai 2013 auf die Stra­ße zur li­ber­tä­ren De­mons­tra­ti­on:

Nie­der mit der Ar­beit – Nie­der mit dem Ka­pi­ta­lis­mus – Für die so­zia­le Re­vo­lu­ti­on!

Li­ber­tä­re 1. Mai-​De­mons­tra­ti­on | 12:30 Uhr | Stüh­lin­ger Kirch­platz/Wan­ner­stra­ße

Mehr Infos: 01MaiFreiburg.blogsport.de

 Posted by at 01:52
Apr 202013
 

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Die Antispeziesistische Aktion Freiburg unterstützt folgenden Aufruf und fordert Alle dazu auf, sich an der Demo gegen Abschiebungen zu beteiligen.

No borders – no nation – stop deportation!

Solidarität muss Praktisch werden – Feuer und Flamme den Abschiebebehörden!

Demonstration in Solidarität mit abschiebebedrohten Menschen: Freiburg – 20. April – 14 Uhr – Johanniskirche

Baden-Württemberg schiebt ab – allen grün-roten Lippenbekenntnissen zu einer humaneren Flüchtlingspolitik zum Trotz. 2012 wurden aus Baden-Württemberg 763 Menschen abgeschoben. Ein zwischenzeitiger Abschiebestopp für Familien mit minderjährigen Kindern endete am 20. März diesen Jahres: Nun leben Menschen, die auch schon  seit langer Zeit hier wohnen  wieder in ständiger Angst, die Region in eine unsichere Zukunft verlassen zu müssen.

Die Lebensbedingungen für hier lebende Flüchtlinge sind katastrophal. Die Bewegungsfreiheit wird besonders für Geduldete durch die sogenannte „Residenzpflicht“ massiv eingeschränkt, oft werden nur Sach- statt Geldleistungen gewährt und in den Flüchtlingslagern hat jeder Mensch derzeit 4,5 m² zur Verfügung. Wer sich dagegen wehrt, dem drohen Repression und körperliche Übergriffe – wie bei der Refugee-Bustour im März, wo es in Karlsruhe, Köln und weiteren Städten  zu Festnahmen und Prügelattacken durch die Polizei kam. Wie schlecht die Lebensbedingungen für Flüchtlinge sind, beweisen auch die aktuellen Flüchtlingsproteste in mehreren baden-württembergischen Städten, z.B. in Freudenstadt, Heidenheim und Künzelsau.

 
Die grün-rote Landesregierung erhöht den Druck: So werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Asylanträge aus den Balkanstaaten routinemäßig abgelehnt, die Ausgabe von Duldungen wird als Druckmittel eingesetzt.  Das Regierungspräsidium Karlsruhe als zentrale baden-württembergische Abschiebebehörde gab unter anderem ein „Hinweisblatt“ heraus, auf dem Flüchtlinge ankreuzen sollen, ob sie „bereit sind freiwillig auszureisen“ – oft ohne Übersetzung. Obwohl diese Angabe rechtlich nicht erforderlich ist, erweckte die Ausländerbehörde mehrfach den Anschein, dass die verlängerte Duldung erst nach einer Unterschrift ausgehändigt würde. So werden zahlreiche Familien mit bürokratischen Schikanen und psychischem Druck von den Ausländerbehörden bewusst zu einer sogenannten „freiwilligen Ausreise“ gedrängt. Diese erfolgt alles andere als freiwillig: Alternativ droht die zwangsweise Abschiebung und damit ein fünfjähriges Einreiseverbot für den ganzen Schengen-Raum.  Die „freiwillige Ausreise“ ist faktisch nichts anderes als eine indirekte Abschiebung, was von den politisch Verantwortlichen auch noch als „humane Flüchtlingspolitik“ verkauft wird.

 
Mit der sehr engen Auslegung des Asylrechts wird Deutschland der Situation von Flüchtigen nicht gerecht. Wer es bis nach Deutschland schafft, hat wenig Chancen auf Schutz. Nach dem Dublin-II-Abkommen werden Menschen direkt dahin abgeschoben, wo sie die EU-Grenzen übertraten. Die dortige Situation interessiert deutsche Behörden in keiner Weise: Kürzlich sah sich sogar das Verwaltungsgericht Meiningen dazu veranlasst, eine Abschiebung nach Ungarn aufgrund der dortigen Verhältnisse zu stoppen. So wird in Ungarn offen gegen Roma gehetzt und offizielle Staatspreise an Menschen vergeben, die Roma als „Affenmenschen“ bezeichnen. Alles kein Abschiebehindernis für den deutschen Staat, genauso wie die unmenschlichen Zustände, vor denen Menschen fliehen und welche ein direktes Produkt von wirtschaftlicher Ausbeutung und ungleichen Machtverhältnissen sind. Somit ist die Unterscheidung zwischen „wirtschaftlichen“ und „politischen“ Flüchtlingen für die deutsche Politik ein elegantes Instrument zur effektiven Abschottung und ermöglicht es, dem Großteil der Flüchtigen jeden Schutz zu verwehren.

 
Freiburg rühmt sich bekanntermaßen gerne als „offene Stadt“. Für Flüchtlinge gilt dies nicht: Mehrere hundert Menschen, meist Roma, leben in heruntergekommenen Wohnheimen fernab der Öffentlichkeit, die lieber notdürftig renoviert werden, anstatt die ausgrenzende Lagerunterbringung endlich zu beenden. Die Freiburger Ausländerbehörde will die „unerwünschten Wirtschaftsflüchtlinge“ offenbar elegant loswerden, indem sie auch seit Jahren hier lebende Menschen in aussichtslose Asylverfahren drängt. Nach einem abgelehnten Asylantrag kann dann mit zusätzlicher Legitimierung umso schneller abgeschoben werden. Außerdem müsste ein Asylantrag in Karlsruhe gestellt werden und ist häufig mit einer neuen Zuteilung in die jeweiligen Kommunen verbunden: Somit entledigt sich die Freiburger Lokalpolitik vermeintlich des Problems, während den Betroffenen das Recht auf ein selbstbestimmtes Lebensumfeld  erneut verwehrt wird.

 
Es hat sich erwiesen, dass der direkte Kontakt zwischen Flüchtlingen und Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit bzw. festem Aufenthaltsstatus ein konkreter Ansatzpunkt ist, an dem Solidarität entstehen kann. In Freiburg gibt es zahlreiche Initiativen und Menschen, die Kontakt zu den Betroffenen haben. Doch es braucht noch viel mehr Solidarität, um etwas zu bewegen! Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen. Bringen wir unsere Solidarität zum Ausdruck. Zeigen wir, dass wir die Vertreibungen und Abschiebungen aus Freiburg nicht wollen und auch nicht akzeptieren.

 
Für eine „Offene Stadt Freiburg ohne Abschiebungen“!
Solidarität mit den Betroffenen!

Samstag, 20. April, 14 Uhr

Freiburg, Johanniskirche

 Posted by at 01:20
Mrz 212013
 

Saxo Silesia

Wir unterstützen folgendes Communiqué der Autonomen Antifa gegen den Burschentag in Freiburg:

In Freiburg gibt es 30 Studentenverbindungen unterschiedlicher Couleur. Die meisten dieser Korporationen genannten Vereine haben sich in Dachverbänden zusammengeschlossen. Wegen Naziskandalen in Verruf geraten ist in den letzten Jahren vor allem ein Dachverband: die „Deutsche Burschenschaft“ (DB). In Freiburg gehören mit der „Teutonia“ und der „Saxo-Silesia“ zwei der insgesamt fünf Burschenschaften der DB an. Nun plant die „Deutsche Burschenschaft“ für den 13. April ab 10 Uhr auf dem Haus der „Saxo-Silesa“ im Kapellenweg 4 ein Regionalseminar zur Schulung der baden-württembergischen Burschenschaftler.

Nach dem außerordentlichen Burschentag (aoBT) am letzten Novemberwochenende 2012 in Stuttgart hat die Hälfte [1] der baden-württembergischen DB-Burschenschaften den Nazidachverband verlassen. In Stuttgart und Mannheim gibt es gar keine DB-Burschenschaften mehr. In Heidelberg sind die „Normannia“, in Karlsruhe die „Tuiskonia“ und in Tübingen die „Arminia“ in der „Deutschen Burschenschaft“ geblieben. An Freiburg ist die DB-Austrittswelle bislang spurlos vorbei gegangen.

Stimme der arischen Jugend

Dass die „Alten Herren“ der „Freiburger Burschenschaft Teutonia“ einen in den NSU-Sumpf verstrickten und seit Jahrzehnten einschlägig bekannten Nazianwalt wie Klaus Harsch in ihren Reihen dulden, gibt beredte Auskunft über ihre politische Gesinnung. Wes Geistes Kind die Aktivitas der „Teutonia“ ist, hat sie im Wintersemester mit einem Nazi-Zitat in ihrem Programmheft gezeigt. Michael „Lunikoff“ Regener, Sänger der nach §129 StGB verbotenen Naziband „Landser“, wurde von den Burschen unkommentiert als „deutscher Lyriker“ geehrt.

Die „Teutonia“ ist der größte noch verbliebene Bund in der „Deutschen Burschenschaft“ und zahlt damit den größten finanziellen Beitrag zum Haushalt der DB. Aufgrund des gescheiterteten aoBT-Antrags der „Hilaritas Stuttgart“ auf Kopplung des Stimmgewichtes an die Mitgliederstärke einer Mitgliedsburschenschaft alimentieren die Burschen aus der Maria Theresia Straße 12 auf diese Weise andere Burschenschaften in der DB. Prominentestes Beispiel ist die vorsitzende Burschenschaft „Teutonia Wien“ — eine ausgewiesene Naziburschenschaft mit FPÖ-Verstrickungen, aber nicht einmal einem Drittel der Mitglieder der „Teutonia Freiburg“.

Unvergessene Heimat

Die „Saxo-Silesia“ hat sich im Januar 2013 per Abstimmung für den Verbleib in der „Deutschen Burschenschaft“ ausgesprochen, ein bundinterner Austrittsantrag wurde abgelehnt. Stattdessen versucht die „Saxo-Silesia“ zusammen mit der „Teutonia“ mit dem „Fuldaer Forum“ in der DB einen Burgfrieden zwischen national-konservativem und national-völkischem Lager zu schaffen. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse innerhalb der „Deutschen Burschenschaft“ nach der jüngsten Desertionswelle, die inzwischen Ausmaße wie beim Lützowschen Freikorps angenommen hat, ist dieser Versuch zum Scheitern verurteilt.

Die „Burschenschaft Saxo-Silesia“ ist bekannt für ihre blutigen Fechtrituale. Für eine Mensur in der polnischen Stadt Wrocław, die im Burschenvokabular weiter „Breslau“ heißt und in „Schlesien“ liegt, haben die Burschen vom Lorettoberg „Waffenschutz gewährt“. Ein „Alter Herr“ der „Saxo-Silesia“ hat laut DB-Pressemitteilung [2] vom 28. Januar 2013 die „nationalpolnische“ Verbindung „Akademische Korporation Sarmatia“ in Polen „eingepaukt“, also an der Fechtwaffe ausgebildet.

Freiburger Waffenring

Angesichts der medialen Aufklärung über die Naziumtriebe der „Deutschen Burschenschaft“ versuchen die übrigen Korporationen öffentlich Distanz zu den beiden Freiburger DB-Burschenschaften zu wahren. Tatsächlich jedoch sind alleine fast ein Drittel von ihnen zusammen mit der „Teutonia“ und der „Saxo-Silesia“ im „Freiburger Waffenring“ organisiert. Der Waffenring, in dem sich die Mitglieder zu Mensuren verabreden, besteht neben Burschenschaften aus Corps, Landsmannschaften, Sängerschaften und Turnerschaften.

Bei der Mensur handelt es sich um ein blutiges Fechtritual, bei dem sich die Korporierten regelmäßig schwere Wunden zufügen: von der einfachen Fleischwunde, dem „Schmiss“, bis zu abgeschlagenen Kopfhautstücken, sogenannten „Scherzel“. Zweck der Mensur ist die Auslese und Disziplinierung der Burschen. Sie ist aber auch ein elitärer Initiationsritus als Voraussetzung zur Aufnahme in den „Lebensbund“, einer korrupten Seilschaft reaktionärer Männer.

Naziideologie frei Haus

Die Referenten vergangener DB-Regionalseminare waren nahezu ausnahmslos Vertreter des ideologisch gefestigten völkischen Lagers. Vom FPÖler und Südtirol-Terroristen Bruno Burchhart von der „Olympia Wien“, über den REP-Funktionär und „Junge Freiheit“-Hetzer Michael Paulwitz von der „Normannia Heidelberg” bis hin zum ehemaligen FAP-Landesgeschäftsführer und Agitator von Rostock-Lichtenhagen Norbert Weidner von den „Raczeks Bonn“ — sie alle wollen die Burschen in Nazischulungen auf den Rassismus und Nationalismus der „Deutschen Burschenschaft“ einschwören. Das werden wir nicht widerstandslos zulassen!

Wir rufen dazu auf am Samstag, den 13. April, ab 9 Uhr die Naziveranstaltung im Kapellenweg 4 auf dem Lorettoberg zu blockieren. Bereits am Freitag, den 12. April, wird um 17 Uhr eine Kundgebung gegen Korporationen auf dem Augustinerplatz stattfinden. Anschließend gibt es um 20 Uhr eine Infoveranstaltung zu Burschenschaften im Autonomen Zentrum KTS Freiburg in der Baslerstraße 103 mit einem Referenten der Antifaschistischen Initiative Heidelberg. Zeigen wir den Burschen, dass sie in Freiburg nicht willkommen sind!

Nieder mit der Reaktion!

Weitere Unterstützende:

Anarchistische Gruppe Freiburg | Antifa Ortenau | Autonome Antifa Freiburg | FAU Freiburg | Gartenstraße 19 | nigra.noblogs.org | Plätze.Häuser.Alles. | UStA PH Freiburg

Communiqué vom 16.03.2013

 Posted by at 01:01
Mrz 192013
 

Am 09. März blockierten Tierbefreiungsaktivist_innen des Aktionsbündnisses Mastanlagenwiderstand  einen Schlachthof der Firma Wiesenhof in Bogen, Bayern. Durch diese Aktion des zivilen Ungehorsams sollte auf die alltägliche und systematische Gewalt, die Hühner im Auftrag von Wiesenhof erfahren, protestiert werden. Durch z.B. Ankettungen der Akvist_innen sollte der Betrieb unterbrochen sowie auf die Forderungen einer Abschaffung der Tierausbeutung aufmerksam gemacht werden.

Wir freuen uns über diese Aktion und sehen diese als ein geeignetes Mittel an, direkt in den Tierausbeutungsapparat einzugreifen sowie Akteure der Tierausbeutungsindustrie mit Protest zu konfrontieren. Darüberhinaus hat die mediale Berichterstattung hoffentlich dafür gesorgt, dass Anliegen der Akvist_innen in die Öffentlichkeit zu tragen.

Aktionen wie in Bogen zeigen, dass es der Tierbefreiungsbewegung ernst ist mit ihrem Ziel, der Gewalt gegen Tiere ein Ende zu setzen. Die Antispeziesistische Aktion Freiburg bedankt sich ausdrücklich bei allen, die an der Aktion beteiligt waren und hofft, dass diese Aktion viele Nachahmer_innen findet.

Da Aktionen des zivilen Ungehorsams, nicht zuletzt durch die bewusst in Kauf genommenen möglichen strafrechtlichen Sanktionen, finanzielle Mittel benötigen, ruft das Bündnis zu Spenden auf. Es ist Aufgabe unserer Bewegung, Aktionen wie in Bogen kollektiv zu unterstützen, und damit zumindest die finanziellen Risiken nicht einigen wenigen zu überlassen.

Wir fordern daher Aktive bzw. sich mit der Aktion solidarisierende Personen auf, Geld auf das Spendenkonto zu überweisen. Lasst die Aktivist_innen eure praktische Solidarität spüren! Für ein Ende der Firma Wiesenhof und jeglicher Schlachthöfe! Spenden gehen an folgendes Konto:

„Spenden & Aktionen“
KontoNr. 92881806
Volksbank Mittelhessen
BLZ 513 900 00
Betreff: “MASTANLAGEN WIDERSTAND“

Blockiert das Tiermordsystem, keine Ruhe den Tiermordenden!

 Posted by at 21:12
Mrz 122013
 

Nach der Vokü in der KTS gab es von uns eine Filimvorführung mit anschließender Diskussion im Café:

Aurora – A Dream of Liberation, ein Film des Regisseurs Piercarlo Paderno wurde davor abgesagt.

Kurze Erläuterung: Aufgrund von von Mitgliedschaften von mindestens eines Darstelleenden in “100% Animalisti”, einer rechtsoffenen Tierrechts-Gruppe, und deren Verstrickungen zur rechtsextremen “Forza Nuova”, sowie aufgrund des Ausspruchs des Produzenten Piercarlo Paderno gegen eine linke, politische und herrschaftskritische Tierbefreiungsbewegung, haben wir beschlossen es den italienischen Genoss_innen gleich zu tun, den Film zu boykottieren und die Filmpremiere abzusagen. Für uns ist das zunächst eine selbstverständliche Reaktion auf die schwer zu durchschauene Situation der Tierrechts- bzw. Tierbefreiungsbewegung in Italien, bei der rechte Anknüpfungsversuche an die Bewegung leider alltäglich wie auch schwer nachzuvollziehen sind.

Wir werden uns demnächst ausführlicher dazu äußern und bitten euch um Verständnis.

Als Ersatzfilm wurde Bold Native, ein Film der Tierbefreiung ebenfalls als Thema hat und dem im Gegensatz zu Aurora keine Verstrickungen zur rechten bis rechtsradikalen Ansichten nachgesagt werden können. Etwa ein Dutzend Interessierte schauten sich den Film an und im Anschluss gab es eine Diskussionsrunde bei der Kritik besprochen wurde. Es wurde über Helden- und Märtyrertum und deren Darstellung gesprochen, über Stilmittel in Spielfilmen und über die Überspitzte Darstellung von Aktiven. Außerdem wurde auf die Gewaltdiskussion, die in dem Film angeschnitten wird eingegangen und danach gefragt, ob es sinnvoll sei Akteure der Tierausbeutungsindustrie für ihr Wirken leiden zu lassen, oder eben nicht. Dabei wurde eine Parallele zu anderen sozialen Bewegungen gezogen.

Es gab unterschiedliche Positionen zur “Bewertung” des Filmes, doch das Interesse sich den Film nochmal anzusehen überwog bei den Anwesenden.

Deutlich wurde, dass der Film Bold Native ein Spielfilm ist, der sich klassischer filmischer Mittel bedient um die Thematik für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Einzelne Aspekte sind sehr wohl zu kritisieren, aber als Spielfilm ist er in angemessenem Rahmen ein guter Beitrag um Interesse zu wecken und eingehende Gespräche zu führen.

kts-freiburg.org | freiburg.antispe.org

 Posted by at 01:56