Mrz 122013
 

Nach der Vokü in der KTS gab es von uns eine Filimvorführung mit anschließender Diskussion im Café:

Aurora – A Dream of Liberation, ein Film des Regisseurs Piercarlo Paderno wurde davor abgesagt.

Kurze Erläuterung: Aufgrund von von Mitgliedschaften von mindestens eines Darstelleenden in “100% Animalisti”, einer rechtsoffenen Tierrechts-Gruppe, und deren Verstrickungen zur rechtsextremen “Forza Nuova”, sowie aufgrund des Ausspruchs des Produzenten Piercarlo Paderno gegen eine linke, politische und herrschaftskritische Tierbefreiungsbewegung, haben wir beschlossen es den italienischen Genoss_innen gleich zu tun, den Film zu boykottieren und die Filmpremiere abzusagen. Für uns ist das zunächst eine selbstverständliche Reaktion auf die schwer zu durchschauene Situation der Tierrechts- bzw. Tierbefreiungsbewegung in Italien, bei der rechte Anknüpfungsversuche an die Bewegung leider alltäglich wie auch schwer nachzuvollziehen sind.

Wir werden uns demnächst ausführlicher dazu äußern und bitten euch um Verständnis.

Als Ersatzfilm wurde Bold Native, ein Film der Tierbefreiung ebenfalls als Thema hat und dem im Gegensatz zu Aurora keine Verstrickungen zur rechten bis rechtsradikalen Ansichten nachgesagt werden können. Etwa ein Dutzend Interessierte schauten sich den Film an und im Anschluss gab es eine Diskussionsrunde bei der Kritik besprochen wurde. Es wurde über Helden- und Märtyrertum und deren Darstellung gesprochen, über Stilmittel in Spielfilmen und über die Überspitzte Darstellung von Aktiven. Außerdem wurde auf die Gewaltdiskussion, die in dem Film angeschnitten wird eingegangen und danach gefragt, ob es sinnvoll sei Akteure der Tierausbeutungsindustrie für ihr Wirken leiden zu lassen, oder eben nicht. Dabei wurde eine Parallele zu anderen sozialen Bewegungen gezogen.

Es gab unterschiedliche Positionen zur “Bewertung” des Filmes, doch das Interesse sich den Film nochmal anzusehen überwog bei den Anwesenden.

Deutlich wurde, dass der Film Bold Native ein Spielfilm ist, der sich klassischer filmischer Mittel bedient um die Thematik für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Einzelne Aspekte sind sehr wohl zu kritisieren, aber als Spielfilm ist er in angemessenem Rahmen ein guter Beitrag um Interesse zu wecken und eingehende Gespräche zu führen.

kts-freiburg.org | freiburg.antispe.org

 Posted by at 01:56

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