Jan 142013
 

Am kommenden Donnerstag findet im Autonomen Zentrum KTS in der Baslerstr. 103 in Freiburg ab 19:00 das nächste öffentliche Treffen der Antispe Freiburg statt!

Wenn ihr für Tierrechte, Tierbefreiung und Antispeziesismus aktiv sein wollt, Interesse an der Thematik habt, oder einfach mal hineinschnuppern wollt kommt einfach vorbei, oder schreibt uns vorher eine Mail an: freiburg.antispe@immerda.ch.

Bis Donnerstag! Wir würden uns freuen.

Eure Antispe Freiburg.

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Dez 302012
 

Aufruf

Grenzen und Mauern einreißen – für eine solidarische Gesellschaft!

Lasst uns gemeinsam am 31. Dezember 2012 gegen Gefängnis, Knäste und Zwangsanstalten demonstrieren, um unsere Solidarität mit den Gefangenen aller Spezies auszudrücken. Organisiert euch und bringt den Silvester zum Knast!

Gefängnisse als Teil gesellschaftlicher Zurichtung

Gefängnisse standen seit ihrer Einführung dafür gesellschaftliche Konflikte wegzusperren und unliebsame Teile aus der Gemeinschaft zu isolieren. Patriarchale Herrschaftssicherung wurde dabei gerade in der frühen Form der „Zuchthäuser“ deutlich, in denen vermeintliche Bettler_innen, „umherstreifendes Gesindel“, „arbeitsscheue Menschen“, so genannte „sittlich verwahrloste Frauen“ und Sex-Arbeiterinnen verschwanden und ausgebeutet wurden.

Die kapitalistische Verwertungslogik bewirkt, dass immer mehr Menschen nicht mehr in der Lage sind, ihr Leben ohne Konflikte mit den herrschenden Gesetzen zu gestalten. Armut, fehlende soziale Netzwerke und Zeitmangel führen dazu, dass viele ihre Schulden nicht mehr bezahlen können und immer häufiger ihrer Freiheit beraubt werden. Ähnliches lässt sich in vielen Gegenden der Welt beobachten.

Menschen, die sich organisieren und gegen kapitalistische, rassistische, sexistische und andere Gewalt wehren, bekommen oft die volle Kraft der staatlichen Repression zu spüren. Haft als Sanktionierung politischen Widerstands ist inzwischen überall zum alltäglichen Problem geworden. Auch die Überwachungsparagraphen 129a und b dienen den Herrschenden dazu, nach Belieben Widerständige auszuspionieren und einzusperren, sowie ihre Angehörigen und Genoss_innen einschüchtern zu können. Gülaferit Ünsal wird z.B. seit über einem Jahr im Lichtenberger Frauengefängnis festgehalten und nach 129b in einem politischen Prozess in Moabit vermutlich demnächst als vermeintliche „Terroristin“ verurteilt. Ein weiterer Hintergrund in diesem Schauprozess ist auch das Interesse des deutschen Staates ungehindert polizeiliche Hoheit im europäischen Umland auszuüben.

Wir wollen verschiedene stattfindende Kämpfe gegen die Logik der Disziplinierung und Kontrolle zusammenbringen, ohne die ihnen eigenen Merkmale und Besonderheiten zu verwischen. Wir möchten, dass klar wird, warum der Knast uns alle angeht. „Niemand ist frei, bis wir alle frei sind“ ist keine Phrase vergangener Tage. In Diskussionen tauchen immer wieder die Fragen auf, welche Gefangenen zu unterstützen seien oder welche Alternativen den Knast ablösen könnten. Dabei wird deutlich, dass wir permanent gemeinsame Kritik üben müssen, um zu verhindern, dass der Komplex der verschiedenen Gefängnisse und Zwangsanstalten in unseren Köpfen überdauert. Wir wollen uns nicht der Logik fügen, die den Knast am Leben erhält. Wir sehen die Überwindung aktuelle Strafdiskurse – wie sie derzeit beispielsweise vom Berlin-Neuköllner Bezirksbürgermeister Buschkowsky medial angefeuert werden – als wichtigen Bestandteil auf dem Weg zu einer herrschaftsfreien Gesellschaft.

Gefängnisse und das Märchen der „Resozialisierung“

Wir sehen einen Zusammenhang dazwischen, wie uns der Knast von Menschen trennt, die gegen herrschendes Recht verstoßen haben und den Praktiken, in denen Menschen beispielsweise ohne Lohnarbeit, Geld, Papiere, akzeptiertem Geschlecht oder Sexualität, Herkunft oder ethnisierbare Merkmale ausgegrenzt und ausgebeutet werden.

Deswegen verwundert es nicht, dass hinter den Gefängnismauern hauptsächlich diejenigen zu finden sind, die gesellschaftlich besonders ausgegrenzt sind und ein ungleich höheres Risiko tragen müssen, Diskriminierung und Gewalt zu erleben. Wenn Geflüchtete in Lagern auf ihre Abschiebung warten; Trans*leute psychiatrisch behandelt werden; türkische oder kurdische Genoss_innen nach §129b verfolgt oder Firmen eingeladen werden, ihre Fließbandproduktion kostengünstig im Knast (z.B. in der neuen JVA Heidering) verrichten zu lassen, begreifen wir dies als besonders sichtbare Überschneidungen verschiedener Mechanismen, Menschen gefügig zu machen.

Wenn ich über geringes Einkommen verfüge und wie viele andere wegen Eigentumsdelikten angeklagt werde, wird es mir sehr schwer fallen, das nötige Geld aufzubringen, die Anwaltskosten zu bezahlen und zumindest die Chance zu erhöhen, nicht inhaftiert zu werden. Wenn ich im Knast bin, werde ich vielleicht zu den vielen Menschen gehören, deren Angehörige mich wenig besuchen und unterstützen können, weil ihnen das Geld dafür fehlt. Von dem miesen Stundenlohn für die Zwangsarbeit im Knast werde ich mir mit Sicherheit nicht viel mehr leisten können, als ab und zu die teuren Sachen beim Knastsupermarkt zu kaufen.

Wenn ich dann aus dem Knast entlassen werde, mich um eine Wohnung, einen Job, meine Schulden, meine angeknacksten/verlorenen sozialen Kontakte, … kümmern muss, werde ich mit Sicherheit sagen können, dass der Knast mir nicht geholfen hat, weil er mir gezeigt hat, dass sich meine Probleme nicht lösen lassen.

Der Knast schafft sogar noch mehr Probleme und verstärkt vorhandene. Was es mit mir macht, eingesperrt zu sein und jeden Tag zu erfahren, dass ich behandlungsbedürftig bin und „resozialisiert“ werden muss, können nur die Menschen berichten, die Knasterfahrung haben, aber nur selten gehört werden.

Gefängnisse als gesteigerte Form der Ausbeutung

Mit der gesellschaftlichen Fokussierung auf das Eigentum und dem massiven Interesse einer bestimmten Schicht daran, dieses zu sichern, landen im Laufe der Zeit immer mehr Menschen auf Grund von Eigentumsdelikten in den Gefängnissen. Seit einiger Zeit werden Gefängnisse privatisiert und Inhaftierte zu Arbeiten für Hungerlöhne gezwungen.

Beinahe unbemerkt verschafften sich einige Bau- und Sicherheitskonzerne in den letzten Jahren Zugriff auf den Justizvollzug und die erzwungene Arbeitskraft von Gefangenen. Es ist zu beobachten, wie in einem schleichenden Prozess die Privatisierung und Industrialisierung von Gefängnissen in der BRD voranschreitet. Der permanente Sozialabbau bringt viele Menschen in eine prekäre Situation. Nach dem Vorbild der USA nehmen Lobbyisten Einfluss auf die Gesetzgebung, um immer mehr Menschen für Bagatell- und Armutsdelikte in Haft zu bringen. In einigen Bundesländern erwartet Gefangene inzwischen Zwangsarbeit am Fließband. Mit Blick auf die USA lässt sich heute schon vorher sagen, was die verheerenden gesellschaftlichen Auswirkungen einer solchen Ausbeutung sein werden: Masseninhaftierung des armen Teils der Bevölkerung und rassistische Ausgrenzung gesellschaftlicher Minderheiten. Noch können wir Konzernen wie Bilfinger-Berger, Kötter oder Serco und ihren gekauften Politiker_innen in die Suppe spucken.

Hinzu kommt die Funktionalität der Käfigen, die Lebewesen bestimmter Spezies zu Gefangenen machen, diese so zu bestimmten Zwecken ausgebeutet zu werden werden. Seien es Hühner, Schweine und Kühe zur Produktion von Fleisch, Milch und Ei, oder seien es die eingeknasteten Individuen zur Belustigung von Herrschenden und der bürgerlichen Gesellschaft, wie es in Zoos oder Zirkussen mit nichtmenschlichen Tieren der Fall ist.

Für uns ist jede Ausbeutungsform, jede Gefangennahme in Knästen, Anstalten oder Käfigen ein Zeugnis der Gesellschaft, die ihre Werte nicht an Freiheit und Emanzipation ansetzt, sondern an Profit und Konformität. Konformität mit dem System, mit der Gesellschaft, in der Alles zu einem bloßen Produkt verkommt und wo Freiheit nur diejenigen genießen dürfen, die die “Normalität” akzeptieren, tolerieren und reproduzieren.

Wir rufen daher alle dazu auf, gegen Knäste und Käfige aktiv zu werden! Alle Mauern einzureißen und für eine befreite und emanzipatorische Gesellschaft einzutreten!

Kommt am 31. Dezember 2012 gemeinsam für die Freiheit aller Gefangenen auf die Straße!

Grenzen und Mauern einreißen – für eine solidarische Gesellschaft!

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Aug 192012
 

Wir haben bis Oktober Sommerpause! Das nächste öffentliche Treffen der Antispe Freiburg wird dann voraussichtlich am 4.10. um 20 Uhr in der KTS / Baslerstr.103 / 79110 Freiburg stattfinden!

Wir wünschen euch einen schönen Sommer, dennoch bleibt viel zu tun:

until all are free!

 Posted by at 19:33
Jun 272012
 

True Nature ist ein akkustisches Hardcore-Projekt welches sich dem vegan-straight-edge Hardcore verschrieben hat. Sie thematisieren in ihren teils melancholischen teils emotional hochgeladenen Liedern Tierbefreiung, die Befreiung der Erde und die des Menschen. Somit wurde die Musik von xTrue Naturex oftmals als Sprachrohr für die ALF oder ELF gehandelt. Inspiration für die Inhalte der Musik waren und sind Bands wie Earth Crisis, Gather oder Anchor. Mit ihrer Art der musikalischen Darbietung versuchen True Nature diese Inhalte für ein breiteres Publikum auch außerhalb der Hardcore-Szene vermittelbar zu machen. Akustischer Singer/Songwriter -Hardcore- mit einer klaren Botschaft gegen Ausbeutung und Unterdrückung jeglicher Lebewesen also. Auch wenn ihr (noch) keinen Bezug zu dieser Thematik habt, solltet ihr das erste Konzert von True Nature in Freiburg nicht verpassen! Auf ihrer gerMANIAC-Tour sind sie zu sechst unterwegs und bereichern ihr musikalisches Repertoire mit mehreren Gitarren, Violine und Percussions. Außerdem gibt es lecker veganes Essen mit freundlicher Unterstützung von P.H.A.

Eine angenehmere Atmosphäre kann euch an einem Mittwoch Abend nicht geboten werden!

Einen kleinen Vorgeschmack findet ihr unter:

http://xtruenaturex.bandcamp.com/

Das Konzert findet im Autonomen Zentrum KTS statt.

Baslerstr. 103 (Keine Parkmöglichkeiten), 79110 Freiburg.

Beginn ist etwa 20 Uhr.

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Mai 102012
 

Die Antispeziesistische Aktion Freiburg veranstaltet – mit freundlicher Unterstützung des U-Asta der Uni Freiburg – im Rahmen der Buchvorstellungsreise von Will Potter zu “Green is the New Red” die Vorstellung und Vorlesung in der Universität Freiburg am 8. Juni. Beginn der Verantsltung ist 18:30 und sie wird in Hörsaal 1098 stattfinden.

Wir freuen uns über euer Interesse und über zahlreiches Kommen!

Es folgt der Ankündigungstext für die Tour:

 

Green is the New Red

Die Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung im Fadenkreuz von Staat und Kapital

3. – 14. Juni 2012: Der US-amerikanische Journalist und Autor Will Potter auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.

In den USA und zunehmend in Europa gerät die Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung ins Fadenkreuz der Staatsapparate und Chef-Etagen der Konzerne. Der freie Journalist, Autor und Betreiber des Informationsportals greenisthenewred.com Will Potter aus Washington D.C. zeigt in seinem 2011 publizierten Buch Green is the New Red anhand langjähriger Recherchen zur Geschichte der US-amerikanischen Ökologie- und Tierrechtsbewegung, wie ein Netzwerk aus staatlichen Behörden, Medien, Interessenverbänden, Think Tanks und Unternehmen zum konzertierten Schlag gegen den „number one domestic terrorism threat“ (FBI) ausgeholt hat.

Mit vereinten Kräften geht es – ganz im Sinne westlicher „Sicherheits“-Doktrinen – mit einem Bündel aus medialen, rechtlichen, politischen und ökonomischen Kampagnen und Maßnahmen gegen jene „grünen“ Bewegungen vor, die sich nicht mit einem „Green New Deal“ abspeisen lassen wollen. Während die Washington Post sie öffentlich zur „eco-al-Quaeda“ stempelt und das FBI nach „eco-terrorists“ fahndet, diktieren Lobbygruppen der Fleisch- und Holzindustrie den US-Regierungen Gesetze in die Feder, die aus legalem politischem Protest Verbrechen machen. AktivistInnen schmoren unterdessen im Land von Freiheit und Demokratie ohne Kontakt zur Außenwelt in einem Sondergefängnis, das nicht zu Unrecht den Beinamen „Klein-Guantanamo“ trägt.

Die Repressalien in der westlichen Welt treffen heute – wie einst die „roten“ demokratischen und sozialistischen Bewegungen – nahezu jeden Versuch oppositioneller Praxis, gleichgültig wie qualifiziert er ist, und jeden noch so zögerlichen Widerstand, der den kapitalistischen Betriebsablauf nur geringfügig stört.

Will Potter kritisiert aber nicht nur die Reaktionen der politischen Klasse und wirtschaftlichen Eliten auf die erfolgreichen Strategien der Ökologie- und Tierbefreiungsbewegung, die an den Grundfesten eines Systems rütteln, das vor allem eine gigantische Aktiengesellschaft zur Ausbeutung der Natur ist. Er dokumentiert mit seiner Arbeit auch den Prozess der autoritären Anpassung westlicher Demokratien an die Erfordernisse einer krisenhaften, von gewalttätiger Konkurrenz und Klassenherrschaft getriebenen kapitalistischen Gesellschaftsordnung.

VERANSTALTUNGEN

3. Juni 2012 – Hamburg
Restaurant LEAF, Eulenstraße 38, Hamburg-Altona
Beginn: 19.30 Uhr
Veranstalter: Assoziation Dämmerung
Kontakt: assoziation.daemmerung (at) gmail.com

4. Juni 2012 – Bremen
Villa Ichon, Goetheplatz 4, Bremen
Beginn: 19.30 Uhr
Veranstalter: Ermittlungsausschuss Bremen
Kontakt: eabremen (at) nadir.org

5. Juni – Dortmund
Kulturhaus Taranta Babu, Humboldtstraße 44 / Ecke Amalienstraße
Beginn: 19.30 Uhr
Veranstalter: Projektbündnis gegen den Green Scare Ruhrgebiet
Kontakt: greenscarepott (at) yahoo.de

6. Juni – Düsseldorf
Linkes Zentrum, Hinterhof, Corneliusstraße 108
Beginn: 19 Uhr
Veranstalter: Veganer Fortschritt
Kontakt: info (at) veganer-fortschritt.de

8. Juni – Freiburg
KG I der Universität Freiburg, Raum HS 1098
Eingang Werthmannplatz, Freiburg
Beginn: 18.30 Uhr
Veranstalter: Antispe Freiburg
Kontakt: antispe.freiburg (at) immerda.ch

9. Juni – Tübingen
Fichtehaus (Saal)
Herrenberger Str. 40, Tübingen
Beginn: 20 Uhr
Veranstalter: Antispeziesistische Aktion Tübingen
Kontakt: antispetue (at) arcor.de

10. Juni – Zürich
Volkshaus Zürich
Stauffacherstrasse 60, Zürich
Beginn: 19 Uhr
Veranstalter: Tierrechtsgruppe Zürich
Kontakt: trgzh (at) immerda.ch

11. Juni – Wien
Depot
Breite Gasse 3, Wien
Beginn: 19 Uhr
Veranstalter: Basisgruppe Tierrechte (BaT)
Kontakt: info (at) basisgruppe-tierrechte.org

12. Juni – Innsbruck
Uni Innsbruck
Hörsaal 7, Innrain 52e, EG
Beginn: 19 Uhr
Veranstalter: LIFE/ Förderung durch die ÖH Innsbruck

14. Juni – Berlin
Institut für Sozialwissenschaften
Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsstraße 3b (genauer Raum wird ausgeschildert)
Beginn: 19 Uhr
Veranstalter: Berliner-Tierbefreiungs-Aktion
Kontakt: info (at) berta-online.org

BIOGRAPHIE VON WILL POTTER

Will Potter (USA) ist ein unabhängiger Journalist aus Washington D.C., der für seine Arbeiten mehrfach ausgezeichnet wurde. Er befasst sich vor allem mit „Ökoterrorismus“, der Ökologie- und Tierrechtsbewegung sowie den Einschränkungen der bürgerlichen Freiheitsrechte nach 9/11. Will schreibt für diverse Zeitungen und Zeitschriften, darunter The Chicago Tribune, The Dallas Morning News und das Journal Vermont Law Review, und hat bei Anhörungen des US-amerikanischen Kongresses über seine Berichterstattung Zeugnis abgelegt. Er ist Urheber der Internetseite GreenIsTheNewRed.com und Autor des Buches Green is the New Red, das bei City Lights Books erschienen ist.

 

MEDIA

Informationen zu Will Potters Projekt Green is the New Red und seiner journalistischen Arbeit.

 

 Posted by at 18:42
Mrz 152012
 

Liebe Leute,

am 17. April 2012 will das Amtsgericht Celle eine Aktivistin bestrafen, die sich gegen die Schlachtfabrik in Wietze einsetzt.
Im Sommer 2010 war der Bauplatz für diese Hühner- Schlachtfabrik knappe drei Monate besetzt. Jetzt soll die Aktivistin blechen, weil sie diesem blutigen Plan bei der Räumung des Geländes durch die Polizei nicht freiwillig Platz gemacht habe.
Den seltsamen Betrag von 222, 63 Euro wollte sie nicht einfach bezahlen und legte deshalb Einspruch gegen den Ordnungswidrigkeitsbescheid ein. „Ich will keine Gesetze akzeptieren, die einer kapitalistischen Wertelogik folgen, bei der der Profit und Eigentum alles zählen und das Individuum, das Leben und die Bedürfnisse Einzelner nichts. Das wird hier ja ziemlich deutlich: Menschen, die gegen die Schlachtfabrik aktiv sind sollen bestraft werden, während dieses mörderischee Vorhaben ermöglicht wurde.“ So die Aktivistin.
Inzwischen ist das umstrittene Gebäude in Betrieb, allerdings nur zu einem Viertel ausgelastet. Von 420 geplanten neuen Mastanlagen existieren gerade einmal ein knappes Dutzend. Dies ist dem vielfältigen Protest zu verdanken, der von direkten Aktionen wie Sabotage über Öffentlichkeitsarbeit bis hin zu juristischen Wegen geht. Die Wirkung des Widerstands scheint die Akteur_innen zu schmerzen.
„Hier übernimmt der Staat seine Funktion, die kapitalistischen Eigentumsverhältnisse zu wahren. Die Lebewesen und die zu ihrer Ermordung benötigten Maschinerien gelten laut Gesetz als Eigentum des Unternehmens und die Justiz sorgt dafür, dass dies auch so bleibt. Dafür soll der Widerstand durch staatliche Einrichtungen wie Justiz und Polizei gewaltsam auf ein Maß eingedämmt werden, welches diesen Zustand nicht gefährdet. Das werden wir nicht akzeptieren!“ so Nepumuk, ein Freund der Angeklagten.
Deshalb wäre ein buntes „Publikum“, das den Prozess auch gerne mitgestalten kann, wunderbar.
Die Justiz möchte Einzelne herausgreifen und mürbe machen- lassen wir das nicht einfach geschehen, sondern tragen wir unseren Widerstand gemeinsam in die Gerichtssäle!…

Eckdaten
Datum: 17 April 2012
Uhrzeit: 11:30
Wo: Amtsgericht Celle/ Saal 124
Mühlenstr. 8
29221 Celle

 Posted by at 19:53
Feb 232012
 

partyflyer

Wir laden alle tanzwütigen und interessierten Menschen dazu ein gemeinsam mit uns für eine befreitere Gesellschaft für Alle die Tanzbeine zu schwingen!

Anfangen wird das Spektakel mit Kleinkunst von Faulenza (akkustisches Punksongwriting) und Paul Blume (akkustischer Emo-Jazz). Anschließend dann weitere Live-Musik mit den legendären und Sagen-umwobenen Kafkas (Punkrock, Indy, Pop aus Fulda)! Das einzige Konzert der Band in dieser Region. Live und in Farbe! Wer das verpasst verpasst was!

Oliver Uschmann über die Kafkas: “Es gibt Bands, die reifen von rotzigen Rebellen zu seriösen Sentimentalisten heran. Von Renitenz zu Raiffeisenbank. Nicht so die Kafkas. Sie werden erwachsen, ohne aufzugeben. Sie schreiben plötzlich Songs, so horizontweit wie die Weakerthans, sogar verspielt und bastelfreudig. Sie offenbaren persönliche Gefühle. Sie gehen ans Herz. Und trotzdem haben sie noch den Zorn, den die einen dauerjugendlich und die anderen prinzipientreu nennen. Wie das Tagebuch eines Aktivisten, der endlich anfängt, sich auch um sich selbst zu kümmern, seine Sache dafür aber nicht vergisst. Aufwühlend und anders.”

Nach den Konzerten geht die Party weiter mit unterschiedlichen DJ_anes, die für euch eine Mischung aus *-Punk, Ska, Dub, Indy, und und und auflegen (unter anderem ist Sefaar am Start)!

Samstag 03.03.2012

Ab ca. 21:30

Ort:

Autonomes Kultur-Zentrum

KTS

Baslerstr. 103

79100 Freiburg

(Keine Parkmöglichkeiten)

 

Also kommt alle und tanzt bis die Ketten brechen!

Für eine Gesellschaft ohne Knast und Käfige!

Für die Befreiung von Mensch und Tier!

Antispeziesistische Aktion Freiburg

http://freiburg.antispe.org/

http://www.sklavenautomat.de/

http://www.paulblume.blogsport.de/

http:/www.faulenza.blogsport.de

 Posted by at 21:15
Feb 102012
 

Die Warenhauskette KAUFHOF hatte 2006 bekannt gegeben, auf die Verwendung von Echtfellprodukten zu verzichten. Während sich das Unternehmen in den vergangenen Jahren an diese Selbstverpflichtungen hielt, wurden in diesem Winter Kaninchenfelle in den Filialen angeboten. Es handelte sich hierbei nicht um Fehlorderungen oder ähnliches, sondern um die anscheinend bewusste Entscheidung wieder Pelz ins Sortiment mit aufzunehmen. Dies wurde der Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) in einer Stellungnahme erklärt. Der Konzern macht sich damit erneut zum Erfüllungsgehilfen der Pelzindustrie. Das werden wir nicht akzeptieren.

KAUFHOF betreibt in Deutschland über 80 Warenhäuser und ist Teil der Metro AG. Kaufhof erklärte 2006 unmittelbar nach dem Ausstieg von P&C West und P&C Nord den Ausstieg aus dem Pelzhandel. Kaninchenfelle wurden explizit mit eingeschlossen, wie ein Unternehmenssprecher 2007 in einer Stellungnahme an die Offensive ausdrücklich versicherte. Nachdem in diesem Winter Kaninchenfelle im Bekleidungssortiment gefunden wurden, forderte die Offensive gegen die Pelzindustrie in einem Schreiben den Verzicht auf die Verwendung von Echtfellen. Eine Unternehmenssprecherin verteidigte jedoch die Unternehmenspolitik. Kaninchenfell sei ein Abfallprodukt der Fleischproduktion, so die an Zynismus kaum zu übertreffende Begründung für die Beteiligung am Pelzhandel. Die Argumentation, nach der es gerechtfertigt sei, Kaninchenfelle zu nutzen, da die betroffenen Tiere für die Fleischproduktion gehalten und getötet werden, entbehrt nicht nur jeder Grundlage, sondern sie ist im Hinblick auf die Gefangenhaltung und massenhafte Tötung in den „Pelzfarmen“ ein Ausdruck der Verachtung gegenüber nicht-menschlichen Individuen.

Auch GERRY WEBER, deutscher Bekleidungshersteller mit Verkaufsfilialen in ganz Europa, plante „Pelz“, ebenfalls in Form von Kaninchenfellen, wieder in das Sortiment seiner Kollektionslinien aufzunehmen. Nachdem die Offensive das Unternehmen aufforderte, diese Entscheidung zurückzunehmen und Aktivist_innen in Bielefeld mehrere Wochen lang Proteste organisierten, teilte GERRY WEBER der Offensive mit, dass sofort alle Echtfellprodukte aus dem Sortiment genommen werden und in Zukunft nur noch Fellimitate in den Kollektionen eingesetzt werden. Dies zeigt ein weiteres Mal, dass Proteste gegen den Pelzhandel von Seiten der Unternehmen ernst genommen werden und erfolgreich sein können. Es gilt nun also, auch KAUFHOF dazu zu bewegen, jeglichen “Pelz” wieder aus dem Sortiment zu nehmen. Denn es liegt keineswegs im Interesse der betroffenen Tiere in Gitterkäfigen gefangen gehalten und nach nur wenigen Monaten getötet zu werden, um ihre Felle zu „Pelz“ zu verarbeiten.

Werdet aktiv!

Die Offensive gegen die Pelzindustrie ruft daher am 24. und 25. Februar zu Aktionstagen gegen den Pelzverkauf bei KAUFHOF auf. Mit entschlossenen Aktionen werden wir dem Unternehmen eine nicht überhörbare Entscheidungshilfe geben, die Verwendung von Pelzprodukten unverzüglich wieder zurück zu nehmen. Beteiligt euch zahlreich an den Aktionstagen. Organisiert Protestkundgebungen bei euch vor Ort oder bringt euren Unmut der Unternehmenspolitik gegenüber in anderer Form zum Ausdruck. In Kürze findet ihr schwarz-weiß-Flyer zum Selbstausdrucken auf der Homepage der Offensive. Außerdem findet ihr unten eine Liste aller Filialen des Unternehmens in Deutschland. Fordert KAUFHOF zudem per E-Mail auf, den Pelzhandel sofort zu beenden, Kontaktadressen des Unternehmens sind u.a. info@galeria-kaufhof.de und service@galeria-kaufhof.de.

Falls KAUFHOF in den kommenden Wochen keinen uneingeschränkten Verzicht auf Pelzprodukte erklärt, wird das Unternehmen mit langandauernden Protesten rechnen müssen. Wir werden darüber hinaus der gesamten Bekleidungsindustrie unmissverständlich verdeutlichen, dass es eine Beteiligung am Pelzhandel ihrerseits ohne unseren Widerstand nicht geben wird. Die Kampagnen gegen Karstadt, Peek&Cloppenburg und Escada haben gezeigt, dass die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung entschlossen ist, den Pelzhandel ein für alle mal abzuschaffen.

Für die Befreiung der Tiere!

Aktuelle Infos:

http://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/wordpress/

 Posted by at 22:11
Feb 102012
 

Aufruf zur Demo gegen Abschiebungen und rassistische Politik  am Samstag 11. Februar 2012 um 13.00 Uhr (Johanneskirche in Freiburg)

Diskriminierung bzw. die systematische Benachteiligung von Menschen hat in Deutschland ein historisches und politisches Fundament. Die Benachteiligung im Bildungssystem und bei Jobchancen, institutioneller Rassismus und Alltagsrassismus, Rechtsextremismus, Islamophobie und Antisemitismus sind deutsche Normalzustände die nicht länger geduldet werden dürfen. Dem deutschen Wahnsinn entgegen! Keine weiteren Abschiebungen. Keine Residenzpflicht. Kein Asylbewerberleistungsgesetz.    Die Antispeziesistische Aktion Freiburg (ASA) ruft alle emanzipatorischen Kräfte auf Migrant_innen und Flüchtlinge bei ihren Kämpfen zu unterstützen.

 

Aufruf zur Demo gegen Abschiebungen und rassistische Politik

am Samstag 11. Februar 2012 um 13.00 Uhr (Johanneskirche in Freiburg)

An vielen Orten in ganz Deutschland wehren sich Flüchtlinge mit Streiks und Protesten gegen
unerträgliche Lebensbedingungen. Im Jahr 2010 haben sich allein in Bayern über 500 Flüchtlinge an
Hungerstreiks und Essenspaketboykotten beteiligt. In Thüringen haben Flüchtlinge durch ihren massiven Protest die Schließung des Isolationslagers Katzhütte erzwungen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden die menschenunwürdigen Zustände im Lager Horst durch einen Hungerstreik an die Öffentlichkeit gebracht. Dies sind nur einige Beispiele für die Flüchtlingskämpfe im gesamten Bundesgebiet.

Die Antispeziesistische Aktion Freiburg (ASA) ruft alle emanzipatorischen Kräfte auf Migrant_innen und Flüchtlinge bei ihren Kämpfen zu unterstützen.

Dem deutschen Wahnsinn entgegen!

Flüchtlinge werden in Deutschland in Lagern isoliert und fristen unter unsäglichen Bedingungen ihr Leben hinter Mauern und Gittern. Für einen Großteil der diskriminierenden Lebensbedingungen gegen Flüchtlinge ist das Asylbewerberleistungsgesetz verantwortlich. In diesem repressiven Gesetz ist festgeschrieben, dass Flüchtlinge in Deutschland unter erbärmlichen Bedingungen in Flüchtlingslagern leben müssen, von Sachleistungen der Behörden abhängig gemacht werden, keinen ausreichenden Zugang zu Gesundheitsversorgung haben und gezwungen sind, von niedrigeren Leistungssätzen zu leben, als deutsche Sozialleistungsempfänger, die ohnehin schon mit einem menschenunwürdigen Betrag auskommen müssen. Die Abhängigkeit der Flüchtlinge von minimalen Sozialleistungen wird darüber hinaus gesetzlich durch Arbeitsverbote und nachrangigen Arbeitsmarktzugang zementiert, zudem wird der Zugang zu Deutschkursen, Bildung und Ausbildungsmöglichkeiten systematisch erschwert. Gleichzeitig wird Flüchtlingen das Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit durch die so genannte „Residenzpflicht“ aberkannt. Die „Residenzpflicht“ steht in der Tradition der deutschen Vorschriften in den kolonisierten Ländern und der nationalsozialistischen Polizeiverordnung von 1938.

Diese und weitere rassistische Gesetze bilden gemeinsam einen Gesetzeskomplex der Unterdrückung, Isolation und des sozialen Ausschlusses. Ziel dieser staatlich verordneten Ausgrenzung ist es, Flüchtlinge leichter abschieben zu können und Menschen abzuschrecken, überhaupt erst nach Deutschland zu kommen.

Lasst uns endlich Schluss machen mit diesen Zuständen. Schluss mit dem deutschen Wahnsinn!

Das Asylbewerberleistungsgesetz und die Residenzpflicht müssen sofort abgeschafft werden.

Wir dürfen die Diskussion über die Lebensbedingungen von Flüchtlingen nicht länger irgendwelchen Parteien und selbsternannten Expert_innen überlassen. Bewegungsmöglichkeiten und Entscheidungsfreiheit sind Menschenrechte und nicht verhandelbar.

Zu den gesetzlich bedingten, erbärmlichen Zuständen in deutschen Flüchtlingslagern kommt die ständige Bedrohung durch Abschiebungen. Diese Praxis deutscher bzw. europäischer Politik ist an Menschenverachtung kaum zu übertreffen. Nicht selten begehen Flüchtlinge aus Angst vor einer bevorstehenden Abschiebung Selbstmord. Abschiebungen treiben und schicken Menschen in den Tod. Schluss damit!

Wer es geschafft hat in die Festung Europa zu gelangen ist weder sicher vor (staatlicher-) Gewalt noch geschützt bezüglich elementarer Menschenrechte wie Leben und körperlicher Unversehrtheit. Das Gegenteil ist der Fall. Auffanglager an den EU-Außengrenzen, Abkommen mit totalitären Regimen zur Flüchtlingsabwehr und Grenzsicherungsprogramme wie „Frontex“ treten Menschenrechte mit Füßen.

Die deutsche Migrationspolitik ist stets an ökonomischen Aspekten orientiert und Menschen die wirtschaftlich nur schwer nutzbar sind sind unerwünscht. Die Abschaffung des Asylrechts 1993 und der Aufbau einer Festung Europa verstärken diese rassistischen Tendenzen. Mit daraus resultierend ist die Zahl der Asylbewerber_innen in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren um 90% zurückgegangen. Tausende Menschen leben als Illegalisierte in kaum vorstellbaren Zuständen. Diskriminierung bzw. die systematische Benachteiligung von Menschen hat in Deutschland ein historisches und politisches Fundament. Die Benachteiligung im Bildungssystem und bei Jobchancen, institutioneller Rassismus und Alltagsrassismus, Rechtsextremismus, Islamophobie und Antisemitismus sind deutsche Normalzustände die nicht länger geduldet werden dürfen.

Gleiche Chancen für ALLE! Menschenrechte für ALLE!

Keine weiteren Abschiebungen. Keine Residenzpflicht. Kein Asylbewerberleistungsgesetz.

Aus einer generellen und radikalen Herrschaftskritik heraus solidarisiert sich die Antispeziesistische Aktion Freiburg mit den von staatlicher Repression betroffenen Migrant_innen. Antispeziesismus lehnt jede Herrschaft ab. Besonders offen verachtend zeigt sich die Herrschaft staatlicher Behörden, wenn es um die Behandlung von sogenannten Menschen mit Migrationshintergrund bzw. Migrant_innen geht. Die staatliche Gewalt greift dabei in die elementarsten Lebensbereiche von Menschen ein. Lagerhaft und Abschiebungen sind nur zwei Auswüchse staatlicher Willkür. Die Schaffung von Grenzen und die Konstruktion von Nationalitäten ist menschenverachtend und dient der bloßen Ausübung von Herrschaft und Gewalt. Wie auch im Speziesismus wird  im Rassismus das “schlechte Andere” (sogenannte “Ausländer_innen”, “das Tier”) vom “guten Gleichen” (“die Deutschen”, “der Mensch”) diskriminiert und ausgebeutet. In diesem Staat bleiben rassistisch motivierte Morde oft ohne rechtliche Verantwortung, wie der Fall von Oury Jalloh  oder die Mordwelle sogenannter Rechtsterrorist_innen zeigt.

 

Die Antispe Freiburg lehnt Konstrukte wie Staat, Nation und Volk grundsätzlich ab. Wir lehnen jede Herrschaft von der Wurzel her ab und bekämpfen die permanenten Versuche der Unterdrückung durch staatliche und wirtschaftliche Organe.
Herrschaftsmechanismen können nicht isoliert betrachtet werden. Unsere Herrschaftskritik richtet sich deshalb nicht nur gegen Einzelphänomene wie Abschiebungen, Illegalisierung und Verfolgung von Menschen oder rassistische Politik und sexistisches Verhalten, sondern gegen Herrschaftsstrukturen allgemein. Die Herrschaftsstrukturen des Speziesismus müssen unserer Ansicht nach deshalb genauso grundsätzlich bekämpft werden wie alle anderen.
Die Antispeziesistische Aktion Freiburg ruft alle auf, gegen Abschiebungen aktiv zu werden und sich an der Demonstration am Samstag 11.02.2012 in Freiburg zu beteiligen.

Tag X plus eins, Tag X minus eins.

Herrschaft und Gewalt bekämpfen im Großen und im Detail!
Gegen Käfige, gegen Knäste, gegen Lagerhaft!

Für die Befreiung von Mensch und Tier!
Antispeziesistische Aktion Freiburg

http://freiburg.antispe.org/

Aktuelle Infos zur Demo:

http://www.aktionbleiberecht.de/

 Posted by at 22:08
Jan 262012
 

Die Antispeziesistische Aktion Freiburg unterstützt den folgenden Aufruf der Berliner Tierbefreiungs-Aktion zum Polizeikongress am 28.01.2012 in Berlin:

Unseren Unmut über die zwei Kongresse (Polizeikongress und urban-operations conference) wollen wir durch die Teilnahme an der Demo gegen den Polizeikongress zum Ausdruck bringen und dabei den Gedanken der Tierbefreiung mit einbringen.

Wir verstehen die Tierbefreiungsarbeit im Sinne der Intersektionalität als Teil des Kampfes gegen verschiedenste Herrschaftsformen und für eine emanzipatorische Gesellschaft. Jede Form von Herrschaft gilt es anzugreifen und zu zerschlagen!

Wir solidarisieren uns mit allen Betroffenen staatlicher Repression, die sich für eine herrschaftsfreie Gesellschaft einsetzen.

Seit einigen Jahren rückt auch die Tierbefreiungsbewegung verstärkt in den Fokus staatlicher Repression. Ein Beispiel dafür ist der österreichische §278a-Prozess gegen 13 Aktivist_innen, der sich über ein Jahr hingezogen hat und auch nach einem vorläufigen Freispruch noch nicht beendet ist. Nach der Aufarbeitung der Geschehnisse durch einige der Aktivist_innen und Unterstützer_innen lassen sich viele Parallelen zu dem §129a-Verfahren gegen Axel, Oliver, Andrej und Florian vor einigen Jahren vor einem deutschen Gericht erkennen.

Doch nicht nur in Österreich und Deutschland hetzt der staatliche Repressionsapparat gegen Tierbefreier_innen. Das „Phänomen des Tierrechtsextremismus“ ist ein grenzüberschreitendes. So kam es im vergangenen Jahr zur Gründung der so genannten „joint forces against violent animal rights extremists“, einer Sondereinheit der Europol. Zu eben jener Sondereinheit zählen neben rund 58 Mitarbeiter_innen von Europol und Eurojust auch etliche, nicht näher genannte „Experten_innen“ privater Unternehmen, die sich anscheinend durch aktive Tierbefreiungsarbeit bedroht sehen.

Neben den Repressionen, die von der Polizei ausgehen, wollen wir mit unserer Teilnahme an der Demonstration auch die Arbeitsweise dieser kritisch thematisieren. Menschen ist zumeist die Möglichkeit gegeben, mit der Staatsmacht nicht zu kommunizieren. Nichtmenschliche Tiere haben diese Wahl nicht. Sie werden von der Polizei instrumentalisiert und auf Grund spezieller Eigenschaften ausgebeutet. Der Einsatz von Pferden in Reiter_innenstaffeln, sogenannten „Schutzhunden“ sowie Drogen- und Sprengstoffspürhunden hat nicht im Entferntesten etwas einem freiwilligen und selbstbestimmten Verhalten dieser zu tun. Zudem bedeutet der Einsatz von Pferden und Hunden auf Demonstrationen und in anderen lauten, aufgeheizten und/oder gefährlichen Situationen für diese enormen Stress. Dass Polizeibeamt_innen diese Tiere zuweilen in solchen Momenten ernsthafter Gefahr aussetzen, ist ebenso nicht zu tolerieren wie Angriffe auf Leib und Leben menschlicher Tiere, welche für eine befreite Gesellschaft kämpfen.

Wir sind gegen Gitterstäbe und Unterdrückung, egal ob in der Legebatterie, der GeSa, dem Stall oder im Knast!

[BerTA] Berliner-Tierbefreiungs-Aktion

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